Tarifvertrag lagerlogistik hamburg

Die Initiative zur Gesetzgebung entstand als Folge von Arbeitskämpfen kleiner Gewerkschaften im Verkehrssektor (z.B. bei der Deutschen Bahn) zur Verteidigung spezifischer Interessen und gegen die großen Gewerkschaften. Das Gesetz über die Einheit der Tarifverhandlungen hat die bis 2010 herrschende Rechtslage als solche wiederhergestellt. Damals wurde die seit dem Zweiten Weltkrieg geltende Regelung, wonach in jedem Unternehmen nur ein Tarifvertrag gilt, vom Bundesarbeitsgericht in Erfurt verworfen (siehe Bericht in den EBR-Nachrichten 2/2010). Die Angelegenheit führte zu einer kontroversen Debatte in Deutschland, obwohl viele andere europäische Länder – auch solche mit Gewerkschaftspluralismus – konkurrierende Tarifverträge per Gesetz ausschließen (siehe Bericht in EBR News 4/2014). 1. Deutsch-französische Fusion: Airbus für die Schiene? 2. Rechtsstreit über Konsultationsfristen 3. Konkurrierende Tarifverträge – kein klares Bild in Europa 4.

Wegweisende Urteile des Europäischen Gerichtshofs 5. Londoner Richter vertreten die Interessen der Arbeitnehmer 6. Neu gegründete europäische Betriebsräte 7. Neue Beteiligungsvereinbarungen für SE 8. Europäische Betriebsräte verstärken ihren Einfluss 9. Der Blick über Europa hinaus 10. Interessante Webseiten 11. Neue Veröffentlichungen 12. Die EBR Academy: Beispiele unserer Arbeit 13. Aktueller Seminarplan 14. Impressum Die Situation ist jedoch in Deutschland anders, wo die Gewerkschaften und Betriebsräte für die Überwachung der Verpflichtungen verantwortlich sind, und nicht die Regierung. Die Gewerkschaft IG Metall betont, dass die Geschäftsführung die Aufrechterhaltung von Tarifverhandlungen und Mitbestimmung sowie der Arbeitsbedingungen garantiert habe.

“Die Arbeitnehmervertreter des Aufsichtsrats haben dafür gesorgt, dass die Bedingungen für die Verschmelzung den Interessen der Arbeitnehmer Rechnung tragen.” Die sozialen Garantien gelten jedoch nur für Deutschland und Frankreich. Andere Länder wie Italien und Polen, in denen Alstom Produktionsstätten hat, sind nicht erfasst. Vielleicht gelingt es den beiden europäischen Betriebsräten, diese Lücke zu schließen. Die Bestimmungen über die Arbeitszeit der Arbeitnehmer vor Ort wurden ebenfalls umfassend geändert, um neuen Anforderungen nach Flexibilität gerecht zu werden. Die neuen Bestimmungen heben die Samstagsarbeit aus den dezentralen Verhandlungen und öffnen sonntagsarbeit bis zu maximal 25 Arbeitstagen pro Jahr (diese Schwelle kann durch eine dezentrale Vereinbarung geändert werden). Für General Electric wurde gemäß Artikel 13 der EBR-Richtlinie ein spezielles Verhandlungsgremium (SNB) eingerichtet, das bis März 2018 Zeit hat, einen völlig neuen EBR-Vertrag für die 95.000 Beschäftigten in Europa auszuhandeln. Bis dahin werden die fünf bestehenden europäischen Betriebsräte (darunter eine temporäre Stelle für die ehemaligen Alstom-Standorte) weiterhin unabhängig unter dem Dach von General Electric tätig sein. Künftig könnten sechs europäische Divisionsbetriebsräte mit einem EBR auf Holding-Ebene eingerichtet werden.

Dieses Modell erinnert an das Airbus-Beispiel, wo es ebenfalls mehrere Divisions-Betriebsrate gibt (siehe Bericht in EBR News 1/2015). Die EBR-Vereinbarung fördert ausdrücklich die Einrichtung einer Arbeitnehmervertretung in allen Ländern, in denen sie noch nicht besteht. Darüber hinaus können Arbeitnehmervertreter von Standorten, die von Umstrukturierungen betroffen sind, jederzeit zu EBR-Sitzungen eingeladen werden. Der Anhang zur Vereinbarung enthält eine Tabelle, in der genau festgelegt ist, zu welchen Themen Informations- und Konsultationsverfahren durchgeführt werden sollen und mit welcher Ebene der Europäische Betriebsrat.